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DieSpielezeitschrift Gamestar enthielt in der Heftausgabe 07/2004 ein kurzes Entwicklerprofil über Mike Hoge. Mit freundlicher Genehmigung der Gamestar-Redaktion veröffentlichen wir dieses nun hier.
Steckbrief:
Alter: alt genug
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Bochum
Beruf: Project Director / Lead Game Designer
Ausbildung: keine
Motto: Niemals aus Mitleid und niemals aus Prinzip
Historie:
2001: Gothic
2002: Gothic 2
2003: Gothic 2 - Die Nacht des Raben
2005: Gothic 3 (in Arbeit)
Meilensteine des Mike Hoge:
Gothic: Das Rollenspiel begeisterte mit spannender Story, einer glaubwürdigen, wunderschönen Spielwelt und dem Gastauftritt der Band In Extremo.
Gothic 2: Erneut kämpft der namenlose Held gegen Ork-Armeen, Dämonen und sogar Drachen. Gothic-Veteranen freuen sich über bekannte Figuren.
Gothic 2: Die Nacht des Raben: Die Entwickler betteten das Addon geschickt in das Hauptprogramm ein. Aufgrund des erhöhten Schwierigkeitsgrades fordert es vor allem Profis.
14 Fragen zu Enterprise und Kindern:
  1. Dein erstes PC-Spiel? Ultima 6, davor hatte ich einen Amiga
  2. Drei Spiele für die einsame Insel? Überhaupt keine, ich sitze schon lange genug vor dem Rechner
  3. Dein Multiplayer-Favorit? Alien vs. Predator im Koop (das ging nur mit einer Mod)
  4. Auf welches Spiel wartest du? Zur Zeit auf keines, davor habe ich auf Deus Ex 2 gewartet
  5. Deine Lieblingsband? Gibt es keine richtige (mehr)
  6. Dein Lieblingsessen? Döner aus Holzwickede
  7. Dein Lieblingsbuch? Ismael von Daniel Quinn
  8. Deine Lieblins-Website? www.zombo.com
  9. Dein Lieblingsfilm? Matrix (und es ist mit schnurzegal, wie schlecht die anderen Teile sind)
  10. Deine Lieblings-Fernsehserie? Zur Zeit Enterprise
  11. Die beste Entscheidung deines Lebens? Kinder zu machen
  12. Der schönste Tag deines Lebens? Vater zu werden
  13. Hast du ein Nicht-Computer-Hobby? Mit Freunden und Familie spielen
  14. Dein Non-Computer-Traumjob? Spielzeugerfinder
"Ich weiß nicht, wohin der Trend geht. Ich weiß nur, wo unsere Nische ist."
Mike Hoge über die Änderungen in Gothic 3, Zielgruppen und die nicht vorhandene deutsche Spiele-Industrie:
Gamestar:
Wie bist du in die Spielebranche gekommen?
Mike:
Durch einen Tritt in den Hintern von Michael Rüve (Marketing Director von Piranha Bytes). Ich war damals ausschließlich damit beschäftigt, alle Folgen von "Star Trek - The Next Generation" an einem Stück anzuschauen.
Gamestar:
Gothic 3 wurde inzwischen offiziell angekündigt. Kannst du uns und den zahlreichen Fans schon einige Infos verraten? Was sind die größten Unterschiede zum Vorgänger?
Mike:
Eine freiere Welt, klarere Ziele und insgesamt mehr Möglichkeiten für den Charakter. Im Grunde bleibt vieles gleich, aber wir machen Bewährtes eben an allen Ecken besser und vor allem vielseitiger. Es gibt natürlich schon einige konkrete Neuerungen, aber die verrate ich jetzt noch nicht.
Gamestar:
Ein Kritikpunkt an der Gothic-Serie war die gewöhnungsbedürftige Steuerung. Wird Teil 3 eine neue Steuerung bekommen?
Mike:
In der Tat: Die Steuerung war leider nicht für alle Leute gut genug. Und das Inventar war einfach Mist. In Gothic 3 kann man schön mit der Maus auf Items klicken. Und wer will, darf sogar Monster a la Diablo "tot klicken". Und wer weiterhin mit der Tastatur spielen will, kann auch das. Wir werden auf jeden Fall ein extrem konfigurierbares Interface einbauen.
Gamestar:
Wird es in Gothic 3 auch ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren wie Diego und Lee geben?
Mike:
Aber unbedingt!
Gamestar:
Wo siehst du die Zielgruppe für eure Spiele? Eher Hardcore-Rollenspieler oder Gelegenheitsspieler?
Mike:
Bis jetzt eher Hardcore, aber wir sind nicht weit von Gelegenheitsspielern entfernt - das wird Gothic 3 (hoffentlich) zeigen. An alle Hardcore-Fans, die jetzt Angst bekommen: Alles wird gut!
Gamestar:
Würdest du zur Abwechslung gerne mal einen waschechten, schnellen Ego-Shooter programmieren?
Mike:
Wenn, dann mehr im Gothic-Style: Die Welt ist groß - leg um, wen du willst...
Gamestar:
Was hältst du für das größte Problem der deutschen Spiele-Industrie?
Mike:
Wenn ich jetzt ehrlich bin, hassen mich dann alle? Es gibt keine "deutsche Spiele-Industrie"! Ich meine, es gibt im Wesentlichen Niederlassungen von ausländischen Publishern und eine lose Entwicklerszene. Was es nicht gibt, das kann also auch kein Problem haben. Meiner Meinung nach ist diese "Problem der Spiele-Industrie"-Sache zu einer Art Selbstläufer geworden: Irgendwer hat es mal gesagt, und alle anderen plappern es nach.
Gamestar:
Wird der Trend, Genres zu verschmelzen (z.B. Rollenspiel und Strategie wie in Spellforce), die steigenden Ansprüche der Spieler befriedigen? Oder ist das nur die Hoffnung, eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen?
Mike:
Ich denke, diese Hoffnung spiegelt sich eher im Grafikdesign als im Spieldesign wieder. Ich weißt nicht, wohin der Trend geht. Ich weiß nur, wo unsere Nische ist: Die lebendige Welt ist unser wichtigstes Spielelement. Wir werden dies konsequent weiter ausbauen, was zwangsläufig dazu führen wird, dass Elemente aus aus Action-, Strategie-, Taktik-, Handels- und sonstigen Spielen ihren Einzug in weitere Piranha-Bytes-Titel halten werden. Ein Beispiel: Will man, dass Nebenfiguren (NPC's) lebendig reagieren, sollten sie den Eindruck machen, dass sie im Kampf koordiniert vorgehen. Dadurch entsteht eine größere Herausforderung an den Spieler, was sich logischerweise wiederum direkt auf das Gameplay auswirkt. Der Spieler wünscht sich nun, aufgrund der größeren Herausforderung im Kampf gegen mehrere Gegner, etwa eine bessere Party-KI oder bessere Eingriffsmöglichkeiten in die Steuerung der Partymitglieder. Und schon sind wir auf halbem Wege zu einem Gruppenkampf auf mit Taktik-Elementen wie beispielsweise bei Freedom Fighters. Achtung, dieses Beispiel dient lediglich zur Erläuterung und spiegelt in keiner Weise den Inhalt von Gothic 3 wieder. (grinst)
Gamestar:
Was planst du für die Zukunft bei Piranha Bytes?
Mike:
Langsam wachsen! Immer ein bisschen besser werden und dabei immer sich selbst (und den Fans) treu zu bleiben!



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